Die Zeiten, in denen vielleicht auch Sie den Kauf von Kleidung aus zweiter Hand lieber für sich behalten haben, gehört endgültig der Vergangenheit an. Heute gehen die Menschen sehr viel offener damit um, gerne nach Schnäppchen Ausschau zu halten, die andere Menschen vielleicht als Fehlkäufe erachten oder aus anderen Gründen aussortiert haben.

Das sind die idealen Voraussetzungen für das Aufbessern der Reisekasse vor dem nächsten Shoppingtrip in einer der deutschen Modemetropolen wie Berlin und Hamburg oder sogar internationale Größen wie Paris oder Mailand. Erfahren Sie hier, wo Sie Kleidung verkaufen können und was es zu beachten gilt, damit auch wirklich die Kasse klingelt.

Der beste Zeitpunkt für den Verkauf Ihrer gebrauchten Kleidung

Möchten sie Kleidung verkaufen, da Ihr Kleiderschrank mal wieder aus allen Nähten platzt, spielt auch das Timing eine wichtige Rolle. Nicht alle Kleidungsstücke sind zu jeder Saison gleich gefragt. Hinzu kommen auch weitere Faktoren, die einen Einfluss auf den Wert von Jacken, Hosen oder festlicher Bekleidung haben können. Hier einige Tipps, mit denen Sie einen Preis erzielen, der die Bemühungen, die mit dem Verkauf verbunden sind, Wert ist.

Das Ausmisten des Kleiderschranks ist immer eine gute Gelegenheit zum Verkauf

Ratsam ist es, die Kleidung direkt nach dem Aussortieren zu verkaufen bevor es sich Mitbewohner im Keller oder auf dem Dachboden in der Kleidung bequem machen.

In Deutschland wird pro Kopf jährlich über 1500 Euro für neue Bekleidung ausgegeben. Durch dieses konstante Einkaufen ist es eher früher als später erforderlich sich auch von Kleidung wieder zu verabschieden. Wer die Kleidung nicht spenden, sondern lieber verkaufen möchte, sollte die Bekleidung nach dem Aussortieren möglichst schnell verkaufen. Lagert diese für längere Zeit auf dem Dachboden oder im Keller besteht immer die Gefahr, dass Motten oder auch Mäuse diese entdecken und die zusätzliche Einnahmequelle nur noch in der Mülltonne entsorgt werden kann. Einige Textilien nehmen zudem sehr schnell Gerüche auf und lassen die auch nach dem Waschen nicht mehr komplett los. Sofort damit zu beginnen alte Kleidung zu verkaufen, macht sich durchaus bezahlt, um den aktuellen Wert von Pullovern, Schuhen und Co zu erhalten.

Saisonale Kleidung ist zu den jeweiligen Jahreszeiten am gefragtesten

Im Hochsommer kommen nur sehr wenige Menschen auf die Idee nach einem gebrauchten Skianzug Ausschau zu halten. Fallen die Temperaturen dagegen einige Wochen später vergrößert sich der Kreis der potenziellen Käufer bereits um ein Vielfaches.

Möchten Sie die ausgewählte Bekleidung aus Ihrem Kleiderschrank sicher verkaufen ist es daher auch ein wenig abhängig von der Jahreszeit und dem Wetter.

Außerhalb dieser Saison vernünftige Preise zu erhalten gestaltet sich auch schwierig, da die Hersteller zu diesem Zeitpunkt ebenfalls die Preise senken, um die Lager bis zum nächsten Saisonbeginn zu leeren. Ein bereits getragenes Kleidungsstück wird dadurch nicht selten zu den gleichen Preisen angeboten als ein noch neues Produkt, wodurch das Interesse der Käufer an der Second Hand Ware weiter sinkt.

Kurz vor Weihnachten suchen viele nach günstiger Markenkleidung als Geschenk

Kleidung gehört an Weihnachten auch weiterhin zu den beliebtesten Präsenten unterm Weihnachtsbaum. Besonders Jugendliche wünschen sich von ihren Eltern immer öfter Markenbekleidung und Schuhe. Haben auch Sie mehr als ein Kind, wissen Sie aus eigener Erfahrung wie teuer es ist jedem Kind diesen Wunsch zu erfüllen. Weihnachten ist daher der ideale Zeitpunkt, um alle Fehlkäufe, die der Nachwuchs nicht mehr anzieht oder die Ihnen selbst nicht mehr gefallen zu Geld zu machen. Meist dauert es nur kurze Zeit und Sie finden Käufer, die genau nach diesem Angebot gesucht haben.

Kleidung eignet sich nur sehr selten als Wertanlage

Als Wertanlagen im Bereich Mode werden gerne die Handtaschen der luxuriösen Modehäuser als Beispiel für Anlageobjekte genutzt. Doch bereits ein T-Shirt der gleichen Marke kann nach dem ersten Tragen sehr stark im Wert sinken. Kleidung zurückzubehalten und diese als Wertanlage zu nutzen ist die Mühe oft nicht wert. Die Mode ist schnelllebig und kaum jemand möchte heute noch die Kleidung von Dachboden der Eltern oder Großeltern tragen. Bis auf einige sehr wenige Ausnahmen in Bereich der heutigen Vintage Mode ist es ratsam Kleidung zu verkaufen, solange das Material, der Schnitt und das Design noch im Trend liegen.

Worauf Sie beim Verkauf von Bekleidung achten müssen?

Vielleicht kennen Sie das Phänomen, dass einige Ihrer Freunde davon erzählen Kleidung zu verkaufen und dadurch wieder neues Geld zum Einkaufen zu erzielen und die Second Hand Angebote anderer eher zu den Ladenhütern gehören. Einen großen Unterschied macht die Präsentation der einzelnen Angebote aus. Mit den folgenden Ideen erhalten Sie mehr Informationen, was die Käufer vor dem Kauf gebrauchter Kleidung interessiert.

Die Fotos müssen die Kleidung aus allen Blickwinkeln zeigen

Entscheiden Sie sich für den Verkauf online haben die Käufer nicht wie in einem Geschäft die Option die Farben oder den Schnitt der Kleidung ganz genau zu betrachten.

Diese verschiedenen Perspektiven müssen Sie durch die Kamera ausgleichen.

Gezeigt werden sollten Hosen und Pullis dementsprechend von beiden Seiten. Hilfreich kann es auch sein die Kleidung getragen zu präsentieren. Gesichter können später natürlich entweder ganz weggelassen oder auch verfremdet dargestellt werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Licht. Fotografiert werden sollte mit dem Handy oder der Kamera nur bei Tageslicht. Dadurch sind auch Details wie Knöpfe oder Taschen deutlich besser zu erkennen.

Mit den Produktbeschreibungen überwinden Sie die Distanz zwischen dem Verkäufer und dem angebotenen Kleidungsstück

Die Produktbeschreibung muss alle Details zur Größe, dem Material, Schnitt und vielen weiteren Details enthalten. Im Idealfall findet der zukünftige Käufer darin alle benötigten Informationen und die Anzahl weiterer Nachfragen hält sich in überschaubaren Grenzen. Im Vordergrund stehen sollten immer die positiven Eigenschaften des Kleidungsstücks, damit auch der Leser davon überzeugt wird die richtige Wahl zu treffen. Vorsichtig sein sollten Sie mit dem Kopieren originaler Beschreibungen aus Onlineshops. Diese Texte unterliegen dem Urheberrecht und können bei unerlaubten Kopien eine Abmahnung zur Folge haben.

Die Preisvorstellung sollte nicht übertrieben sein

Kleidung ist vergleichbar mit einem Fahrzeug. Beide sinken durch die Verwendung sehr stark im Wert. Der ursprüngliche Preis kann daher nur sehr eingeschränkt als Vorlage dienen. Ein wichtiger Punkt ist die Recherche. Beim Verkauf der gebrauchten Kleidung online ist es sehr einfach zu sehen, was andere private Verkäufer verlangen oder welche Preise bei Auktionen realistisch sind. Als Faustregel gilt, die Preise sollten nicht so hoch angesetzt sein, dass die Käufer abgeschreckt werden, aber dennoch einen kleinen Spielraum für Verhandlungen beinhalten. So haben zum Schluss Käufer und Verkäufer das Gefühl einen guten Deal gemacht zu haben.

Die Erreichbarkeit spielt bei Second Hand Verkäufen eine große Rolle

Auf den verschiedenen Plattformen finden sich allein zu einer Marke oft tausende von Angeboten. Möchten Sie gebrauchte Kleidung verkaufen, ist es wichtig sich mit den Antworten an Interessenten nicht zu viel Zeit zu lassen. Diese benötigen sonst nur kurze Zeit, um ein vergleichbares Angebot zu finden und mit diesem Verkäufer ins Geschäft zu kommen. Werden auf dem Portal Bewertungen für die Transaktionen verteilt zahlt es sich aus immer höflich zu bleiben, damit mögliche Käufer nicht von negativen Bewertungen abgeschreckt werden.

Gefälschte Markenware ist nicht für den Verkauf geeignet

Ein weiterer Verstoß gegen das Urheberrecht ist der Verkauf von gefälschten Markenwaren. Diese bringen Reisende immer wieder aus Urlauben aus der Türkei oder anderen Ländern mit. Da auf den Produkten geschützte Markennamen und Designs abgedruckt werden, gehen die Anwälte der Unternehmen oftmals den Weg Abmahnungen zu verschicken. Hier müssen Sie mit Summen von 1000 Euro und mehr rechnen, die Ihnen zeitgleich mit den Abmahnungen ins Haus flattern. Gefallen Ihnen diese Kleidungsstücke nicht mehr ist es besser daraus Putzlappen zu fordern als einen Verkauf in Betracht zu ziehen.

Internetportale gewähren verschiedene Wege Kleidung online zu verkaufen

Der Onlinekauf verzeichnet nicht nur bei neuer Bekleidung jedes Jahr höhere Umsätze. Die Möglichkeiten online Kleidung zu verkaufen ist ebenfalls zu einem sehr lohnenden Geschäft geworden. Wie Sie dort Kleidung verkaufen können finden Sie nachfolgend näher beschrieben.

Ankaufportale sind der einfachste Weg alle Kleidung auf einmal zu verkaufen

Um eine höhere Käuferfrequenz zu erzeugen, sind Verkaufsportale eine gute Möglichkeit um Ihr aussortiertes Hab und Gut für einen Bonus loszuwerden.

Eine der spannendsten Neuerungen in den vergangenen Jahren ist gebrauchte Mode und Schuhe nicht mehr über eine Onlineplattform, sondern direkt an diese zu verkaufen. Eines der bekanntesten Ankaufportale ist Momox. Hier können Sie Markenkleidung und Schuhe zum Kauf anbieten. Die Bekleidung wird zunächst an den Käufer geschickt und dort der aktuelle Zustand bewertet. Ist die Kleidung nicht beschädigt oder fleckig wird ein Preis genannt und Sie haben die Chance sich für oder gegen dieses Angebot zu entscheiden. Die Versandkosten für das Einsenden übernimmt das Unternehmen. Im Gegenzug eignet sich dieser Weg perfekt dafür alle nie getragenen Fehlkäufe zur gleichen Zeit zu verkaufen.

Verkaufsportale bieten immer kreativere Optionen für den Verkauf

Klassische Verkaufsportale wie Mädchenflohmarkt, Rebelle oder Kleiderkreisel werden in der Handhabung der Verkäufe immer kreativer. Anstatt nur die Plattform zum Verkauf zu bieten, ist das Angebot an Zusatzleistungen in den letzten Jahren immer umfangreicher geworden. Darunter zu finden sind auch Vermarktungsservices. Bei diesen werden Fotos und Produktbeschreibungen von den Mitarbeitern erstellt und auch der spätere Versand wird direkt vom Anbieter übernommen. Dafür fällt der Gewinn für den Verkäufer natürlich geringer aus. Speziell für berufstätige Menschen mit wenig Freizeit ist dies dennoch eine Option, die sich schnell bezahlt macht. Noch einen Schritt weiter gehen Plattformen wie Tictail. Diese machen es möglich einen eigenen Onlineshop zu erstellen und diesen immer wieder mit neuen Schätzen aus den Tiefen des Kleiderschrankes zu bestücken. Auf Ihren Profilen in den sozialen Medien haben Sie die Chance Ihre Follower und Freunde darauf aufmerksam zu machen und auf die ersten Bestellungen zu warten.

Tauschportale geben auch selbst die Chance auf neue Favoriten

Einige der Verkaufsportale wie Kleiderkreisel und Kleiderkorb bieten neben dem Kauf- und Verkauf auch eine Tauschoption an. Diese ist es auch ideal, wenn etwa eine Jeans eine Nummer zu groß oder klein gekauft wurde. Hat ein Nutzer genau das umgekehrte Problem, ist es unkompliziert den Tausch zu veranlassen und sich über das Tauschgeschäft zu freuen. Die Tauschbörse hat sich auch für Eltern bewährt, die nur kurze Zeit getragene Kleidung einfach mit anderen Eltern austauscht. Das spart Geld und ist nicht selten auch von einem netten Austausch von Nachrichten begleitet.

Kleinanzeigenportale sind teilweise mit Risiken behaftet

Mit dem Start von eBay Kleinanzeigen vor einigen Jahren ist speziell der Verkauf von gebrauchter Kleidung in der eigenen Region noch einfacher geworden. Ein wenig Vorsicht ist jedoch geboten, da eBay bei diesen Verkäufen keinen Verkäuferschutz anbietet. Zudem möchten die Käufer um Kosten zu sparen die Kleidung oft selbst abholen. Leben Sie allein oder möchten nicht Ihre Adresse an Fremde herausgeben, ist es empfehlenswert einen neutralen Ort für die Abwicklung des Kaufs auszuwählen. Ansonsten haben Sie hier die Möglichkeit nicht nur Kleidung anzubieten, sondern alle ungenutzten Gegenstände im Haushalt mit Menschen zusammenzuführen, die hierfür einen echten Verwendungszweck haben.

Auktionsportale machen vieles von der Präsentation der Produkte abhängig

Das Hauptaugenmerk von eBay liegt auch weiterhin auf den Auktionen. Entscheiden Sie sich für diese Verkaufsstrategie ist es wichtig daran zu denken, dass Sie an das Gebot des Höchstbietenden gebunden sind. Möchten sie aufgrund einer zu niedrigen Summe von Kauf zurücktretenden sind Ihnen vielfach die Hände gebunden und der Käufer kann auf die Herausgabe der Kleidung bestehen. Bei sehr wertvollen Kleidungsstücken aus Leder oder Pelzen ist es daher sinnvoll nicht bei 1 Euro zu starten, sondern ein höheres Startgebot oder sogar einen Festpreis festzulegen, um im Nachhinein nicht mit einem negativen Gefühl auf die Auktionen zurückzublicken.

Der Flohmarkt ist in vielen Großstädten weiterhin ein Klassiker für den Verkauf

Verhandeln Sie gerne und mögen den Kontakt mit Menschen lohnt es sich auch den Flohmarkt als eine Option für den Verkauf in Betracht zu ziehen. Der Vorteil liegt hier klar auf schnellen Entscheidungen. Sie müssen hier am besten im Vorfeld bereits entscheiden, an welchem Gebot Ihre Schmerzgrenze liegt und Sie die Kleidungsstücke lieber wieder mit nach Hause nehmen. Wichtig ist es sich im Vorfeld bei den Veranstaltern des Flohmarkts zu erkundigen, ob eine Erlaubnis erforderlich ist. Aufgrund des begrenzten Platzes verteilen einige Veranstalter Genehmigungen, um die Anzahl an Anbietern in einem überschaubaren Rahmen zu halten. Die Kosten für die Genehmigung müssen Sie mindestens erzielen, bis ein Gewinn erwirtschaftet wird.

Fazit

Kleidung zu verkaufen ist sowohl über das Internet als auch persönlich auf dem Flohmarkt eine gute Möglichkeit die Haushaltskasse für zukünftige Ausgaben noch weiter zu füllen. Die wichtigste Voraussetzung ist jedoch die Erlöse als kleinen Bonus zu feiern und sich nicht darüber zu ärgern, dass der Einkaufspreis deutlich höher lag. Je öfter Sie Kleidung aussortieren und verkaufen, umso besser kommen Sie Ihrem Stil auf die Spur und Fehlkäufe werden in Zukunft zu einer absoluten Ausnahme für Sie.

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